Ibn Taymiyya und die Jahmiyya

أن المقالة تكون كفرا: كجحد وجوب الصلاة والزكاة والصيام والحج وتحليل الزنا والخمر والميسر ونكاح ذوات المحارم ثم القائل بها قد يكون بحيث لم يبلغه الخطاب وكذا لا يكفر به جاحده كمن هو حديث عهد بالإسلام أو نشأ ببادية بعيدة لم تبلغه شرائع الإسلام فهذا لا يحكم بكفره بجحد شيء مما أنزل على الرسول إذا لم يعلم أنه أنزل على الرسول ومقالات الجهمية هي من هذا النوع فإنها جحد لما هو الرب تعالى عليه ولما أنزل الله على رسوله. وتغلط مقالاتهم من ثلاثة أوجه: أحدها: أن النصوص المخالفة لقولهم في الكتاب والسنة والإجماع كثيرة جدا مشهورة وإنما يردونها بالتحريف. الثاني: أن حقيقة قولهم تعطيل الصانع وإن كان منهم من لا يعلم أن قولهم مستلزم تعطيل الصانع، فكما أن أصل الإيمان الإقرار بالله فأصل الكفر الإنكار لله الثالث: أنهم يخالفون ما اتفقت عليه الملل كلها وأهل الفطر السليمة كلها؛ لكن مع هذا قد يخفى كثير من مقالاتهم على كثير من أهل الإيمان حتى يظن أن الحق معهم لما يوردونه من الشبهات. ويكون أولئك المؤمنون مؤمنين بالله ورسوله باطنا وظاهرا؛ وإنما التبس عليهم واشتبه هذا كما التبس على غيرهم من أصناف المبتدعة فهؤلاء ليسوا كفارا قطعا بل قد يكون منهم الفاسق والعاصي؛ وقد يكون منهم المخطئ المغفور له؛ وقد يكون معه من الإيمان والتقوى ما يكون معه به من ولاية الله بقدر إيمانه وتقواه

Shaich ul-Islam Ibn Taymiyya sagte: „Die Doktrinen, die jemand vertritt können selbst Kufr sein. Zum Beispiel das Bestreiten der Gebetspflicht, der Pflichtzakah, des Fastens, des Hajj oder zur Geltung bringen, dass Unzucht, Berauschendes, Glücksspiel oder das Heiraten einer Nahverwandten untersagten Person erlaubt sei. Es ist jedoch möglich, dass der Vertreter dieser Aussage die Worte des Shariagebers nicht vernommen hat. Gleichfalls wird nicht zum Ungläubigen, wer diese Dinge abstreitet, wenn er neu in den Islam konvertiert ist, oder in einem fernen Ort aufwuchs und ihn die Normen des Islams dort nicht erreichten. Er kann daher nicht mit der Begründung zum Ungläubigen erklärt werden, dass er etwas leugnete was zum Propheten – صلى الله عليه وسلم – herabgesandt wurde, da er nicht wusste, dass jenes zu ihm herabgesandt wurde. Die Doktrinen der Jahmiyya fallen genau in dieses Konzept, weil sie die Eigenschaften, mit denen sich Allah befähigt, und welche Er zu seinem Gesandten herabsandte aberkennen.

Ihre Doktrin wird aus drei Gesichtspunkten diskreditiert:

  1. Die Texte, die ihren Lehren zuwiderlaufen, sind in Hülle und Fülle im Quran, der Sunna und dem Ijma‘ erhältlich und sie sind allerseits bekannt. Die Jahmiyya missinterpretierten diese aber.
  2. Ihre Lehren belaufen sich [konsequentermaßen] auf die Negierung des Schöpfers, auch wenn es unter ihnen solche geben kann, die sich nicht gewahr sind über die Konsequenzen [lazimul-Qaul] (ihrer Doktrin), der Negierung [der Existenz] des Schöpfers. Gerade wie die Grundlage des Iman die Annahme Allahs ist, ist die Grundlage des Kufr, die Ablehnung Allahs.
  3. Sie stehen im Widerspruch zu allen Religionen und der ursprünglichen Veranlagung des Menschen. Trotz dessen sind viele nicht befähigt, ihre Lehren zu erkennen. Einige denken sogar, dass die Wahrheit bei ihnen (den Jahmiyya) ist, aufgrund der verwirrenden Argumentationen, die sie hervorbringen. Derartige Gläubige (Mu’minun) sind Iman-habende äußerlich und innerlich, auch wenn sie die Wahrheit nicht differenzieren konnten [von der Falschheit] und sie irrten sich hierin, sowie es anderen Klassen der Häretiker (Mubtad’a) erfahren ist. All diese sind sicherlich keine Ungläubigen. Sie können Sünder oder Missetäter sein; andere könnten sich aber einfach geirrt haben und ihnen wird vergeben. Es kann sogar sein, dass er einen solchen Iman und Taqwa innehat, wodurch er zu den Auwliya Allahs, entsprechend seines Imans und der Taqwa gehört.

Quelle: مجموع الفتاوى ٣/٣٥٣

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