Musik im Hintergrund von Dokumentationen etc.

Musik, die im Hintergrund von Dokumentationen etc. abgespielt wird.
In den Büchern der islamischen Jurisprudenz unterscheidet man zwischen dem „Sama‘“ also dem unbewussten, unwillkürlichen Hören und dem „al-Istima‘“, dem bewussten, willkürlichen Zuhören. Das willkürliche Zuhören bedeutet, dass die Aufmerksamkeit des Gehöres etwas Bestimmtem gilt, abgezielt wird. Wir sehen z. B. das die Rezitationsniederwerfung nur dem gilt, der bewusst zuhört und nicht dem, der die Stelle der Niederwerfung wohl hört dies aber nicht bewusst tat, also sein Gehör nicht darauf konzentriert hatte.
Zu dem sollten wir drei weitere Prinzipien in Erwägung zielen.

1. الحاجة العامة تنزل منزلة الضرورة
Ein allgemeiner Bedarf nimmt die Stellung einer „Darura“ (Not) ein.

2. يغتفر في الوسائل ما لا يغتفر في المقاصد
Es wird bei den Mitteln vergeben, was nicht bei den Zielen vergeben wird.

3. إذا ضاق الأمر اتسع
Mit schwierigen Dingen geht man großzügig um.

Ein Großteil medialer Bildungsmittel werden begleitet von Musik und Toneffekten und ein allgemeiner Bedarf, von diesen Gebrauch zu machen, besteht. Ziel dieser Bildungsmittel ist die Vermittlung der Informationen selbst, die Musik im Hintergrund ist kein Bestandteil davon. Sollte sich also keine Ersatzmöglichkeit geben, dann darf man von diesen Materialien profitieren, vorausgesetzt, man beabsichtigt damit nicht die Musik selbst und zielt sein Gehör nicht auf diese ab.

Die Rede ist hier aber nur von Dingen, die einen gewissen Nutzen erweisen und wo ein gewisser Bedarf besteht. Sollte es nicht der Fall sein, wie es z. B. der Fall bei Filmen und Serien ist, die der bloßen Unterhaltung dienen dann ist von diesen Erleichterungen nicht gebrauch zu machen.

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