Arabisch im Ausland lernen

Ich will Arabisch lernen, aber ich werde es im Ausland tun oder mich an einer arabischen Universität einschreiben.

Mein Ratschlag dazu (nicht aus kommerziellen Gründen) :

Ich denke, dass ein Auslandsaufenthalt für das Amateurniveau nur geringe Vorteile hat und die Nachteile überwiegen. Die Kosten, die für den Aufenthalt, die Verpflegung, Reise, Unterrichte und behördliche Angelegenheiten entstehen belaufen sich meist nicht im zweistelligen Bereich.
Die angebotenen Kurse an den Sprachinstituten beinhalten meistens eine Stunde pro Tag, vier bis fünf Mal die Woche. In Ägypten kommt noch hinzu, dass es zu häufigen Ausfällen kommt (nicht überall aber an vielen Stellen).

Hinzukommt, dass man kein Einkommen mehr hat und oft auch Familien, Frauen und Kinder hinterlässt. Nur wenige verkraften das für längere Zeiten. Ich erinnere mich an meine Zeiten, dass keiner von denen, die ich näher kannte lange ausharren konnten.

Ein möglicher Vorteil eines Auslandsaufenthalts ist die praktische Anwendung der Sprache. In der Realität gibt es aber gravierende und ernste Unterschiede zwischen den lokalen Dialekten und dem klassischen Hocharabisch. Das Hocharabisch ist nicht nur die korrekte Aussprache der Buchstaben, wie oft gedacht wird. Die Unterschiede berühren nahezu jeden Bereich der Sprache: Grammatik, Aussprache, Stil, Konjugation, Formlehre, Wörter etc. Einige Sprachwissenschaftler sehen deshalb einen berechtigten Grund dafür, diese Dialekte als eigenständige Sprachen zu werten.

Wenn du im Ausland 200-400€ zahlen musst für das Amateurniveau, dann ist es bedenklich, ob es ökonomisch einen Sinn macht. Für mich gehören die Medina-Reihe, al-Arabiyyatu bayna Yadaik etc. alles in diesen Bereich (Amateur).

Ferner ist die Sicherheit in vielen Ländern und die Verschärfung der allgemeinen Lage ein weiteres Problem. Abschiebungen sind keine Seltenheit, wodurch man unnötig auch in Deutschland in Beobachtung kommt.

Was die Universitäten betrifft, so sollte man trotzdem vorbereitet hingehen und das aus sehr plausiblen Gründen.
2-3 Jahre Arabischkurs machen aus dir keinen Professor in Arabisch. Wir sollten realistisch bleiben. Danach wirst du mit diesem spärlichen Wissen Fachliteratur und akademischen Unterrichten ausgesetzt. Leider ist das Programm mancher Universitäten didaktisch falsch und untauglich, da das Programm Literatur beinhaltet, die für die meisten weit über ihr Level ist. Die Studenten, die z. B. aus Deutschland kommen haben kaum Vorkenntnisse in den wissenschaftlichen Bereichen und sind in ihren sprachlichen Kompetenzen unreif. Eines der Gründe warum die Zahl erfolgreicher Absolventen ungenügend ist.
Hier ist das Problem der universitären Bildung: Sie passt sich dir nicht an. Ich habe sowohl die klassische, die universitäre als auch die Mischung beider erlebt. Die klassisch konservative (islamische) Unterrichtung passt sich an den Schüler an und steigert sich allmählich.

Resümee: Es wäre auch für diese Gruppe von großem Vorteil sich schon zuvor vorzubereiten.
Was lernen wir daraus? Melde dich bei mein-arabischkurs an. (Ich behaupte nicht, den Text vollends objektiv verfasst zu haben.)
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