Die wahrhaftigsten Namen des Menschen sind al-Ḥāriṯ und Hammām; so wird es bei Abū Dawūd und Aḥmad überliefert. Hammām ist der, der viele Formen des Willens in sich trägt und al- Ḥāriṯ, das ist der Arbeitende und Schuftende. Der Mensch wird von seiner Willenskraft getrieben und ist dieser Wille bekräftigt, werden aus Gedanken Taten. Die erfolgreichsten Menschen sind die mit dem größten und vornehmsten Willen und die niedrigsten, das sind die mit dem niedrigsten Willen. Zwischen dem höchsten und niedrigsten Punkt gibt es sicherlich einige Abstufungen der Willenskraft.
Es gibt Menschen, ihre größte Sorge ist das Trachten nach der Zufriedenheit ihres Herren und seiner Nähe. Sicherlich gibt es auch bei diesem „Willen“ viele verschiedene Abstufungen und Methoden, sich seinen Zielen zu nähern. Die einen finden ihren Trost im Gebet, andere im Einstehen für andere Menschen, andere im Lernen und Lehren der Offenbarung und alles mit ihr Zusammenhängendem und nur wenige schlagen alle Wege ein.
Andere sorgen sich vordergründig um ihr hiesiges Wohl und ihr Wille treibt sie zu den Dingen, die ihren Vorstellungen nach ihr hiesiges Wohl fördern.
Der Mensch (hammām) kann nicht „willensfrei“ sein. Steuert ihn sein Wille nicht zu Dingen, die sich als nützlich erweisen, sei es im Dies- oder Jenseits, dann wird sein Wille mit den bedeutungslosen Dingen und niederen Tätigkeiten beschäftigt. Diese Geschöpfe vegetieren nur vor sich herum und fristen ihr Dasein. Sie sind weder für andere noch für sich dienlich.
So etwas darf es unter Muslimen nicht geben.
Beschäftige dich mit Gottesdiensten, erweitere deinen Horizont in den Religionswissenschaften, lern was über die Welt, hilf deiner Familie im Lebensunterhalt oder beteilige dich an den Hausarbeiten, setze dich für die Menschen ein mit Geist, Körper und Geld und vegetiere nicht einfach vor dich hin!

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