Abū Dawūd überliefert: Abū Tauba ar-Rabiʿ b. Nāfiʿ berichtet uns, er sagte: Ibn al-Mubārak berichtete uns über Muḥammad b. Isḥāq, er sagte: ‚Ṣadaqa b. Yasār berichtete uns über ʿAqīl b. Ǧābir über Ǧābir (Ibn ʿAbdillāh):
‚Wir gingen mit dem Gesandten Allāhs zu einem Gefecht (er meint das Gefecht, welches Ġazwa ar-Riqāʿ genannt wird) und es kam dazu, dass eine Frau der Polytheisten durch einen Muslim umkam. Dieser schwor nicht nachzulassen, bis er das Blut eines der Gefährten des Propheten vergossen habe. Er zog los und verfolgte die Spuren des Gesandten ﷺ. Der Gesandte ﷺ hielt Quartier und sagte: ‚Wer behütet uns?‘ Hierauf stellte sich ein Mann der Anṣār und einer der Muhāǧirūn bereit. Er sagte: ‚Positioniert euch bei dem Eingang des Bergweges.‘ Er (Ǧābir) sagt: „Als die zwei Männer zum Eingang gingen legte sich der Muhāǧirī hin und der Anṣārī stand zum Gebet auf. Der Mann kam und als er die Silhouette des Anṣārī sah, erkannte er, dass es sich hier um die Wache handelt. Er schoss einen Pfeil auf ihn und traf ihn. Der Anṣārī zog ihn raus und dies wiederholte sich drei Mal. Schließlich verbeugte er sich und warf sich nieder und sein Begleiter nahm jetzt war, was den Anṣārī zugestoßen war. Als der Mušrik erkannte, dass sie ihn bemerkt haben flüchtete er. Als der Muhāǧirī das Blut des Anṣārī sah, sagte er: ‚Subḥānallāh! Konntest du mich nicht beim ersten Treffer aufmerksam machen?‘ Er sagte: ‚Ich war dabei eine Sūra zu lesen und wollte nicht mittendrin unterbrechen.“
[Nr. 198]
ʿAqīl b. Ǧābir ist nicht ganz bekannt. Außer Ṣadaqa b. Yasār gibt es niemanden, der etwas von ihm überliefert, wie es Ibn Ḥibbān darstellt. Damit die Ǧahāla gänzlich verschwindet müssen mindestens zwei Leute über jemanden überliefern oder er muss von jemandem anderem der Fachleute des al-Ǧarḥ wa at-Taʿdīl als glaubwürdig eingestuft werden. Der Ḥadīṯ wurde von dem Imām Ibn Ḫuzaima, Ibn Ḥībbān und al-Ḥākim als ṣaḥīḥ eingeordnet.
Die in diesem Bericht stattgefundene Schlacht fand im 4. Jahr der Hiǧra statt. Diese Schlacht wurde ar-Riqāʿ (Tücher, Verbände) genannt, da sie aufgrund des Mangels an Reittieren längere Strecken Barfuß marschieren mussten, wodurch sie sich Fuß- und Fußnagelverletzungen zuzogen und diese mit Tüchern bandagierten.

In der Überlieferung von al-Baihaqī zu diesem Ḥadīṯ wird genannt, dass es die Sūra al-Kahf war die er las.

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